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KERSTIN FLAKE

„Schön wie das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch.

– Isidore Lucien Ducasse (Lautréamont)

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VERFÜGBARE WERKE 

1967 geboren in Karlsruhe zog Kerstin Flake für ihr erstes Studium nach Frankfurt am Main um dort von 1993 bis 1997 Theater-, Film- und Medienwissenschaften zu studieren. Daraufhin knüpfte sie 1997 eine weitere Ausbildung an, nämlich die intensive Beschäftigung mit der künstlerischen Fotografie. Hierfür zog sie nach Leipzig, um sich bei Prof. Joachim Brohm an der Hochschule für Grafik und Buchkunst weiterzubilden. Bis dato lebt und arbeitet Flake in Leipzig.


Ihre Bilder scheinen einen anderen Rhythmus zu folgen als uns gewohnt ist. Damit stellt sie die konventionelle Ordnung in Frage. Warum haben alltägliche Dinge wie … eine andere Funktion? Als Betrachter ist man zunächst verwirrt von den bizarren Konstellationen in ihren dokumentarischen Fotografien. Es handelt sich um keine realen Handlungen und die Bilder sind nicht falsch herum – sondern sie sollen bewusst eine rätselhafte Komponente erzeugen. Die chaotische Unordnung erstellt einen leicht spukhaften Charakter. Dabei lässt die Fotografin ihren Zuschauern bei jeglichem Kontrollverlust teilhaben, indem sie den Akt des Widerstands mit Humor unterstreicht. So stellt sich die Frage, ob unsere Autonomie in Gefahr ist. Der Zusammenbruch des Ernstfalls spiegelt die vergangene sowie vorstellbare Wirklichkeit wider, in der wir feststecken. Ihr Denkanstoß lässt dennoch mutmaßen ob sie uns in eine andere Rolle gesteckt hat, um das Ausmaß der Katastrophe mit gewisser Distanz zu beobachten: lässt ein Perspektivwechsel die Welt mit anderen Augen sehen?