CLAUDIA URLASS

Meine künstlerische Arbeit dreht sich einerseits

um die optische und ästhetische Wirkung von Strukturen,

Materialien und haptisch-sinnlichem Wahrnehmen, andererseits um das Schaffen von Systemen auf verschiedenen Ebenen. Das Thema „Entschleunigung“

spielt für mich eine wichtige Rolle und taucht in fast allen meinen Arbeiten auf. Durch den meist langwierigen, meditativen Herstellungsprozess meiner Zeichnungen sehe ich diese als eine Art Gegenpol, in der heutigen immer schnelllebigeren, oft hektischen, Zeit.

– Claudia Urlaß

VERFÜGBARE WERKE 

Auf den ersten Blick wirken die Arbeiten von Claudia Urlaß wie monochrome Malereien oder ASCII-Kunst. Ein zweiter, genauerer Blick offenbart jedoch, dass die gewebeartigen Strukturen nichts anderes als Bleistift oder Tusche auf Papier sind. Geduld, Ruhe und Konzentration gehören zu dem Arbeitsprozess in Claudia Urlaß werken: Minutiös setzt die Künstlerin Strich für Strich, um am Ende zu ihrem gewünschten Endergebnis zu gelangen. Dabei weiß selbst die Künstlerin vorher nicht genau, wie das Endergebnis ihrer Arbeiten aussehen wird. Sie macht sich vor dem Schaffensprozess zwar eine Vorstellung von dem gewünschten Ergebnis und entwickelt auch einen strengen Arbeitsplan, an welchen sie sich diszipliniert hält, jedoch ist das Ergebnis Teil des Herstellungsprozesses, der für die Künstlerin ebenso wichtig ist, wie das fertige Kunstwerk selbst. Der Arbeitsprozess von Urlaß ist erfüllt von Ruhe und Konzentration. Die Künstlerin darf dabei nicht gestört werden, da sie fast meditativ und über Stunden hinweg ihre Striche setzt. Manchmal hört sie dabei auch Radio oder Musik.

Nicht selten braucht Urlaß für eine Arbeit mehrere Wochen, so beispielsweise für „Gewebe“ - Vier Wochen Arbeit und etwa 6 Bleistifte trägt „Gewebe“ in sich.  

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Urlaß mit grundsätzlichen Haltungen und Philosophien. „Entschleunigung“ ist ein zentrales Thema und wohnt auch dem Herstellungsprozess ihrer Arbeiten inne. Der langwierige und meditative Arbeitsprozess steht im Kontrast zu unserer heutigen, schnelllebigen und hektischen Zeit. Urlaß Werke laden dazu ein, innezuhalten, zu sehen, zu ruhen.

Die Arbeiten der Heidelberger Künstlerin pendeln zwischen dem Simulieren haptischer Oberflächen und dem Arbeiten mit faktisch vorhandenem Material. Sie gehen über das Sehen hinaus und erzeugen eine fast körperliche Wahrnehmung des „Anfassen-Wollens“. Oft greift die Künstlerin auch geometrische Körper oder mathematische Theorien (Bsp. Fibonacci-Folge) in ihren Zeichnungen und Objekten auf, was in der Biografie von Claudia Urlaß begründet liegen könnte. Claudia Urlaß (1984 in Heidelberg geboren) studierte zwischen 2005 und 2009 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Kunst, Physik und Mathematik. Nach ihrem Abschluss besuchte sie 2009 bis 2015 die Kunstakademie Karlsruhe, wo sie ihre künstlerische Ausbildung 2015 als Meisterschülerin von Prof. Silvia Bächli und Michel Gholam abschloß. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Wiesloch. Sie ist an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen beteiligt gewesen, unter anderem im Kunstverein Heidelberg oder der Karlsruher Künstlermesse des Regierungspräsidiums. 

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