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FALK KASTELL

Ich stelle mir oft vor, dass eines Tages unsere Kultur untergeht so wie die großen Kulturen der Antike. Wenn dann wieder neue Menschen mit einer anderen Bildung durch die Ruinen unserer Museen streifen, vor welchen Werken würden sie stehen bleiben?
– Falk Kastell

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VERFÜGBARE WERKE 

DAS LEBEN IN LICHT UND FARBE TAUCHEN

 

Falk Kastell zieht seine Inspiration aus dem Alltag und den Eindrücken der Welt, die ihn umgibt, hier und bei seinen Reisen. Er malt und zeichnet, seit er einen Pinsel halten kann und wollte nie etwas anderes sein als Künstler. In unterschiedlichen Gattungen taucht er die Leichtigkeit des Lebens in Licht und Farbe und bringt hier immer auch ein besonderes Gespür und Bewusstsein für die Geschichte der Kunst mit. Er inszeniert seinen ganz eigenen Blick auf Form, Bewegung, Identität und Körper. Selbst jahrelang als Tänzer beim Ballett aktiv gewesen hat Falk eine intensive Beziehung zu Körper und Bewegung sowie deren Möglichkeiten, seelische Vorgänge zum Ausdruck zu bringen. So ist Bewegung und auch Tanz oft Motiv seiner Kunst, keinesfalls aber nur: Die Bewegung selbst wird zum Thema, etwa in Bildern, die nur in einer Linie entstehen, die über das Blatt geführt wird ohne abzusetzen. Ebenso kann aber die Fotografie sein Medium werden, letztlich geht es darum, womit er im jeweiligen Fall seine Idee am besten inszenieren und zum Ausdruck bringen kann.

 

Die Gemeinschaftsausstellung mit Gerhard Vormwald, Horst Hamann und Sabine Kress anlässlich des 125-jährigen Geburtstages des Modehauses Engelhorn (2015) bot Falk Kastell eine besondere Gelegenheit seine Ideen zu formieren und dem Mannheimer Publikum zu präsentieren. Hier konnte er die beiden Seiten seiner gestalterischen Tätigkeiten vereinen und Auftragsarbeiten (etwa im der Bereich der Modewelt) mit seiner freien Kunst verbinden. Entstanden ist in diesem Zusammenhang etwa das Porträt der “Olympiada”, deren Anmut und klassische Form den Betrachter sofort in den Bann zieht und ihn mit ins frühe 17. Jahrhundert der Niederlande entführt. Der Sprung durch die Zeiten gelingt ihm ebenso eindrucksvoll in der Arbeit Flora Bacon, deren Gesicht aus floralen Elementen bestehend an die Porträts von Giuseppe Arcimboldo erinnert, der im frühen 16. Jahrhundert aus Blumen, Gemüse und Früchten Porträts komponierte. Diese beiden Arbeiten werden in der Ausstellung LINSE AUF // MANNHEIM von der rätselhaften und mehrdeutigen Arbeit “der Mann im Mond” begleitet, die den Sprung von der Mode hin zu einem eigenen Emblem der Stellung des Menschen im Weltgefüge wagt.

Neben diesen farbenfrohen Bildern zeigt die aktuelle Ausstellung Schwarz-Weiß-Arbeiten, die Kastell den Wasserspiegelungen des Mannheimer Hafens abringt. Es sind auf den Kopf gestellte Begegnungen mit den Wesen der Spiegelungen, die ihre ganz eigene Bildsprache haben. 

Falk Kastell hatte auch das Glück, den Fotografen Robert Häusser noch persönlich kennenzulernen. Einen Einblick in diese Begegnung eines großes Fotografen mit einem heranwachsenden Jungkünstler gewähren Kastells Aufnahmen von Robert Häusser und seiner Umgebung, die er bei einem Besuch anfertigen durfte.

 

Falk Kastell selbst sagt, dass er die Schönheit liebt, ohne Klischee und Kitsch, in ihrer Ästhetik und Natürlichkeit. Wer seine Werke kennt, glaubt ihm das unmittelbar und sieht, was er damit meint. Als Fotograf und Maler orientiert er sich an übergeordneten Werten wie Wahrheit, Schönheit oder Weisheit. Oft spielen seine Werke auch auf große Künstler vergangener Zeiten an, ohne zu kopieren, sondern sie treten in einen aktuellen Dialog über Vollkommenheit.

Falk Kastell lebt und arbeitet in Mannheim.​