GABRIELE WORGITZKI

„Im Zeichnen fand sie ein selbstlernendes System“

– Thea Herold über Gabriele Worgitzki

VERFÜGBARE WERKE 

Die gebürtige Berlinerin und bis dato lebende Künstlerin arbeitet neben Ihrer Fotografie noch mit Film und Zeichnung. Sie studierte zuerst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und erwarb dann ihren Abschluss als Meisterschülerin bei Katharina Sieverding an der Universität der Künste, Berlin. Ihre Werke wurden schon national und international ausgestellt. 

 

Die feinen Zeichnungen Worgitzkis tuschieren Leerstellen, Unfertiges und Flüchtiges – und ergeben dennoch ein vollkommenes Bild. Die Künstlerin versucht erlebte Momente festzuhalten und dabei ganz Inne zu halten. Einen Augenblick zu spüren und dem Betrachter in die Gedankenwelt des Porträtierten mitzunehmen, ohne sich selbst diesem Geschehen bewusst zu sein. Dabei scheint die Illusion des Ichs eine wesentliche Rolle zu spielen – so wirft sich die Frage auf, ob der Betrachter sich dem Gegenüber wiederfindet? 

 

Ihre Zeichnungen mit Acrylfarbe auf Leinwänden, Phantasma, korrespondieren mit ihren Porträtzeichnungen. Die Leerstellen und weißen Flächen in ihren Bildern bieten Raum für Interpretationsspiele. Hierbei versucht Gabriele Worgitzki, den Ablauf oder vielmehr den Erwerb einer neuen Immobilie darzustellen. Inwiefern wird der Kauf eines Hauses zur Erfüllung eines Traumes? Auf der Suche nach Häusern und Bauprojekten im Umkreis Berlins, betrachtet sie Inserate auf Immobilienscout oder anderen Internet- Plattformen. Erst nach den Besichtigungen beginnt sie zu zeichnen.  Sich den gesellschaftlichen Vorstellungen zu beugen und dem Bild des vollkommenen Menschen zu entsprechen, stellen wesentliche Herausforderungen dar. Der maximale Konsum in greifbarer Nähe scheint sich als ein Trugschluss zu enthüllen. Die eigene Identität auf diesem Wege zu formen, beschreibt letztlich den Versuch eine soziale Zugehörigkeit zu finden. Angekommen im Zeitalter des Kulturkapitalismus  spielen nicht nur Geld und Gut, sondern auch Erlebnisse und Lifestyle uns etwas vor. Der neoliberale Markt wächst, verspeist unsere Seele und lässt die Illusion eines Gemeinschaftsgefühls im Umkehrschluss verschwinden. 


Permanente Bewegung, verwischte Farben und Kontraste lassen Raum für neue Entdeckungen und Reisen. Durch ihre Großbildlochkamera kapituliert die Zeit in ihren völlig fremden Galaxien. Die Wirkung ihrer Inszenierungen, welche bewusst unscharf sind, soll eine gewisse Distanz zwischen Realität und Fiktion erzeugen. Ihre malerischen Bildkonstruktionen befassen sich nicht nur mit urbanen Szenarien, sondern auch mit der Wahrnehmung von Figuren und Gegenständen – den diffusen Spielräumen unserer Gedankenwelt ist es überlassen, die Stimmung sowie eigene Geschichten zu erzählen, die nur mit unserer individuellen Vorstellungskraft entstehen können.

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