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Gabriele Worgitzki - Bewegung, Farben und Kontraste

Aktualisiert: Mai 11

Permanente Bewegung, verwischte Farben und Kontraste lassen Raum für neue Entdeckungen und Reisen. Die Wirkung ihrer Inszenierungen, welche bewusst unscharf sind, soll eine gewisse Distanz zwischen Realität und Fiktion erzeugen.


Gabriele Worgitzkis malerische Bildkonstruktionen befassen sich nicht nur mit urbanen Szenarien, sondern auch mit der Wahrnehmung von Figuren und Gegenständen – den diffusen Spielräumen unserer Gedankenwelt ist es überlassen, die Stimmung sowie eigene Geschichten zu erzählen, die nur mit unserer individuellen Vorstellungskraft entstehen können. Bei solchen zarten und doch einnehmenden Werken stellt sich die Frage, wie die Künstlerin bei dem Erschaffen ihrer Werke vorgeht.


Und gäbe es Arbeitsvorschriften für Zeichner, dann würden sie bei Gabriele Worgitzki so aussehen: Unbedingt morgens – in Ruhe – als erstes – momentan. Sie zeichnet, bevor der Tag neue Spuren schreibt und bevor die Tür zur Nacht sich ganz schließt. Sie zeichnet, wenn man so will im Korridor zwischen Bewußtsein und Unbewußtem. Im Zeichnen fand sie ein selbstlernendes System. Tägliche Praxis schult. Auge und Hand arbeiten von Jahr zu Jahr stimmiger. - Thea Herold

Kunst in verschiedenen Facetten, egal ob Fotografie, Video oder Zeichnungen, Worgitzki versucht gesellschaftliche Fragen mit unterschiedlichen Medien zu betrachten und festzuhalten, um ihre Gedankenketten aufzulösen und sie mit dem Betrachter zu teilen. Dabei spielt die Präsentation Ihrer Kunst eine wichtige Rolle – die künstlerische Haltung ist hier nämlich gefragt. Wie angemessen und wirkungsvoll bringt man ein Bild an die Wand? Es gehört viel Geduld dazu, die passenden Materialien, Formen und deren Konnotation, die zu einem fusionieren und eine passende Präsentationsform ergeben. Natürliche spielt die visuelle Wahrnehmung eine essentielle Rolle in der Kunst, wie Zeitablauf, Augenblick und Flüchtigkeit. Es entstehen neue Dimensionen und dadurch besondere Dichte. Und: Gabriele Worgitzki überlässt uns dennoch Raum für Interpretationsspiele.


Die Analogie von Fiktion und Realität spielen in ihrer Arbeit über die Gattungen hinweg eine bedeutende Rolle. Unsere Realität wird mit der digitalen Welt gleichgesetzt. Mit ihren Bildern macht Gabriele Worgitzki sich ein ganz eigenes Bild der Welt. Durch ihre Zeichnungen suggeriert Sie mit ihren leicht sinnlichen Tuschierungen, den Kopf nicht stetig voll zu haben und sich mit dem Wesentlichen zu beschäftigen. Weshalb ihre Kunst eher zart ist, um den Betrachter nicht zu überrumpeln.


In "Phantasma" stellt die Berliner Künstlerin Gabriele Worgitzki den Erwerb einer neuen Immobilie da. Inwiefern wird der Kauf eines Hauses zur Erfüllung eines Traumes? Auf der Suche nach Häusern und Bauprojekten im Umkreis Berlins, betrachtet Gabriele Worgitzki Inserate auf Immobilienscout oder anderen Internet- Plattformen. Erst nach den Besichtigungen beginnt sie zu zeichnen. Die Leerstellen und weißen Flächen in ihren Bildern bieten Raum für Interpretationsspiele.


In der Zeichnung liegt wohlbekannt die „Wahrheit“ – bereits in der Antike galt die Zeichnung als eins der einfachsten Medien, um sich künstlerisch auszudrücken. Zugleich ist es aber ein Prinzip, welches sich mit anderen Variationen der künstlerischen Vielfalt kombinieren lässt: Zeichnungen und Videoinstallationen, Zeichnungen und Malerei, Zeichnungen und Fotografie.

So verwendet Gabriele Worgitzki diese unterschiedlichen Werkzeuge, um Spontanität und Intention sowie Zufall und Notwendigkeit einzufangen, denn Zeichnung darf alles – so wird der Betrachter mit fiktiven Geschichten konfrontiert, aber auch mit den trügerischen Mechanismen des Erzählens. Die Analogie von Fiktion und Realität spielen in ihrer Arbeit eine bedeutende Rolle. Unsere Realität wird mit der digitalen Welt gleichgesetzt. Daraus resultiert die Frage, ob unsere Realität bereits virtuell stattfindet.

Mit ihren Bildern macht Gabriele Worgitzki ein ganz eigenes Bild der Welt. Durch ihre Zeichnungen suggeriert sie mit ihren leicht sinnlichen Tuschierungen, den Kopf nicht stetig voll zu haben und sich mit dem Wesentlichen zu beschäftigen. Ihre Kunst ist zart, überrumpelt den Betrachter nicht. Informationen zu reduzieren: Das ist etwas, was die Zeichnungen besser kann, als die digitale Welt. Dieser Bruch wird in ihren Arbeiten immer wieder aufgefasst, besonders anregend ist ihre Ausstellung "Phantasma".


Trotzdem tragen ihre Tuschezeichnungen bis heute Grate, Schürfe und verwischte Konturen. Es gibt Leerstellen, Unfertiges, Flüchtiges – doch immer auch eine Art Halt. Es passiert, wenn sie die erlebten Momente beim Vorbeischweifen festhalten will, daß sich die Essenz des Augenblicke in ihr Gedächtnis einschneidet, intellektuell scharf geschnitten wie mit Solinger Klinge. Aber schon eine Nacht später tritt eine eigene, neue Farbe dazu. Und die zeichnende Geste wiederholt viel mehr als nur das Gesehene. Dann schüttelt sie eine Gedächtnisspur der Begegnung, so flüchtig sie war, wie aus dem Handgelenk. Und der große Rest der Geschichte fließt mit der Tusche zurück ins Glas. - Thea Herold


Mehr über Gabriele Worgitzki könnt ihr auf Prince House Gallery> Artists>Gabriele Worgitzki erfahren oder klickt einfach auf den folgenden Link: https://www.princehouse.de/gabriele-worgitzki




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